Schönste Wasserfälle Island: 10 Orte und wie du sie findest

Die schönsten Wasserfälle Islands sind Gullfoss, Seljalandsfoss, Skógafoss, Dettifoss, Goðafoss, Dynjandi, Svartifoss, Kirkjufellsfoss, Háifoss und Glymur. Sie verteilen sich über die ganze Insel, liegen aber größtenteils nah an der Ringstraße. Dettifoss gilt mit rund 100 Metern Breite als wasserreichster Wasserfall Europas, Glymur mit 198 Metern als einer der höchsten.

Island hat über 10.000 Wasserfälle – so viele, dass die meisten nicht einmal einen Namen tragen. Genau das macht die Planung schwierig: Welche lohnen den Umweg wirklich, welche liegen direkt an der Route, und wo brauchst du festes Schuhwerk? Dieser Überblick ordnet die zehn eindrucksvollsten Fälle nach Lage und Charakter, damit du deine Fahrt effizient planst.

Warum hat Island so viele Wasserfälle?

Island hat so viele Wasserfälle, weil hohe Niederschläge, schmelzende Gletscher und junge Vulkangesteinsschichten zusammenkommen. Regen und Schmelzwasser stürzen über Geländekanten, die durch Vulkanausbrüche und Erosion entstanden sind.

Auf der Insel liegen rund 269 Gletscher, deren Schmelzwasser ganzjährig Flüsse speist. Weil das Basaltgestein unterschiedlich hart ist, bilden sich klare Abbruchkanten – die Grundlage für einen Wasserfall. Ein Wasserfall ist eine Stelle, an der ein Fließgewässer über eine steile Geländestufe abstürzt.

Welche sind die schönsten Wasserfälle Islands im Süden?

Die schönsten Wasserfälle im Süden Islands sind Seljalandsfoss, Skógafoss, Gullfoss und Svartifoss. Alle vier erreichst du gut auf einer Route entlang der Südküste und des Golden Circle.

Gullfoss

Gullfoss, der „Goldene Wasserfall“, stürzt in zwei Stufen insgesamt rund 32 Meter in eine Schlucht des Flusses Hvítá. Er ist Teil des Golden Circle und einer der meistbesuchten Orte Islands. Mehr Details zur Geologie findest du auf Wikipedia.

Seljalandsfoss

Seljalandsfoss ist etwa 60 Meter hoch und der einzige große Wasserfall Islands, hinter den du komplett herumgehen kannst. Ein schmaler Pfad führt durch die Sprühzone – Regenjacke und rutschfeste Schuhe sind Pflicht. Er liegt direkt an der Ringstraße bei Kilometer 121 südöstlich von Selfoss.

Skógafoss

Skógafoss ist rund 60 Meter hoch und 25 Meter breit. Eine Treppe mit 527 Stufen führt zur Aussichtsplattform oben. Bei Sonnenschein steht fast immer ein Regenbogen in der Gischt.

Svartifoss

Svartifoss im Nationalpark Vatnajökull ist berühmt für seine schwarzen Basaltsäulen, die den Fall wie eine Orgelpfeifenwand rahmen. Vom Parkplatz Skaftafell führt ein rund 1,5 Kilometer langer Wanderweg dorthin.

Wo liegen die eindrucksvollsten Wasserfälle im Norden?

Die eindrucksvollsten Wasserfälle im Norden Islands sind Dettifoss und Goðafoss. Beide erreichst du von der Ringstraße aus in der Region um den Mývatn-See.

Dettifoss

Dettifoss ist etwa 44 Meter hoch, rund 100 Meter breit und gilt gemessen an der Wassermenge als wasserreichster Wasserfall Europas. Im Sommer stürzen durchschnittlich rund 193 Kubikmeter Wasser pro Sekunde in die Jökulsárgljúfur-Schlucht, wie Wikipedia dokumentiert. Die Ostseite (Straße 864) bietet den bekanntesten Blick.

Goðafoss

Goðafoss, der „Wasserfall der Götter“, ist rund 12 Meter hoch und im Halbkreis etwa 30 Meter breit. Er liegt direkt an der Ringstraße zwischen Akureyri und Mývatn und braucht kaum einen Umweg.

Welche Wasserfälle lohnen abseits der Ringstraße?

Abseits der Ringstraße lohnen besonders Dynjandi in den Westfjorden, Kirkjufellsfoss auf Snæfellsnes und Háifoss im Hochland. Sie erfordern längere Anfahrten, sind dafür aber deutlich ruhiger.

Dynjandi

Dynjandi in den Westfjorden ist eine rund 100 Meter hohe Kaskade, die sich fächerförmig verbreitert – oben etwa 30, unten rund 60 Meter breit. Die Anfahrt über teils unbefestigte Straßen ist lang, weshalb viele Islandreisen die Westfjorde auslassen.

Kirkjufellsfoss

Kirkjufellsfoss auf der Halbinsel Snæfellsnes ist nur wenige Meter hoch, aber durch den kegelförmigen Berg Kirkjufell im Hintergrund eines der meistfotografierten Motive Islands.

Háifoss und Glymur

Háifoss stürzt rund 122 Meter in die Tiefe und zählt zu den höchsten Wasserfällen Islands. Glymur erreicht 198 Meter und war lange der höchste des Landes, bevor der noch höhere Morsárfoss vermessen wurde. Zu Glymur führt eine anspruchsvolle Wanderung von etwa drei bis vier Stunden.

Überblick: Höhe und Lage der schönsten Wasserfälle Islands

Wasserfall Höhe (ca.) Region Erreichbarkeit
Gullfoss 32 m Golden Circle leicht
Seljalandsfoss 60 m Süden leicht
Skógafoss 60 m Süden leicht
Svartifoss 20 m Süden (Skaftafell) Wanderung 1,5 km
Dettifoss 44 m Norden mittel
Goðafoss 12 m Norden leicht
Dynjandi 100 m Westfjorde lange Anfahrt
Kirkjufellsfoss 5 m Snæfellsnes leicht
Háifoss 122 m Hochland Schotterpiste
Glymur 198 m Hvalfjörður Wanderung 3–4 h

Wie plane ich eine Route zu den schönsten Wasserfällen?

Am effizientesten planst du die Wasserfälle entlang der Ringstraße, weil Seljalandsfoss, Skógafoss, Goðafoss und Dettifoss dort direkt oder nah liegen. Gullfoss ergänzt du über den Golden Circle im Südwesten.

Für einen kompakten Überblick eignet sich eine Island Rundreise über 7 Tage planen – in dieser Zeit fährst du die Ringstraße einmal ganz herum und nimmst die meisten Fälle dieser Liste mit. Dynjandi, Kirkjufellsfoss und Háifoss brauchen zusätzliche Tage.

Plane pro Wasserfall an der Ringstraße rund 30 bis 60 Minuten ein. Wer hinter Seljalandsfoss geht oder Svartifoss erwandert, sollte mehr Zeit und wetterfeste Kleidung einrechnen. Aktuelle Straßeninfos liefert der offizielle Dienst road.is.

Wann ist die beste Zeit für einen Wasserfall-Besuch?

Die beste Zeit ist der Sommer von Juni bis August, weil dann alle Straßen offen sind und die Schmelzwasserführung hoch ist. Im Winter sind viele Fälle vereist und Hochlandpisten gesperrt.

Im Juni und Juli sorgt die Mitternachtssonne für langes Fotolicht bis spät in die Nacht. Im Winter dagegen frieren Fälle wie Svartifoss teils zu bizarren Eisskulpturen – reizvoll, aber nur mit Vorsicht und geeignetem Fahrzeug erreichbar.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist der schönste Wasserfall Islands?

Das ist Geschmackssache, doch Seljalandsfoss und Skógafoss gelten als die beliebtesten, weil beide rund 60 Meter hoch, gut erreichbar und fotogen sind. Seljalandsfoss lässt sich sogar von hinten begehen. Wer Kraft sucht, nennt Dettifoss den beeindruckendsten. Für dramatische Kulissen steht Kirkjufellsfoss mit dem Berg Kirkjufell im Hintergrund ganz oben.

Welcher Wasserfall in Island ist der größte?

Nach Wassermenge ist Dettifoss mit rund 100 Metern Breite und durchschnittlich 193 Kubikmetern pro Sekunde im Sommer der größte und wasserreichste Wasserfall Islands sowie ganz Europas. Nach reiner Fallhöhe liegt Morsárfoss mit über 200 Metern vorn, gefolgt von Glymur mit 198 Metern. Für Besucher am zugänglichsten ist eindeutig Dettifoss.

Kann man kostenlos zu den Wasserfällen in Island?

Der Eintritt zu den Wasserfällen selbst ist grundsätzlich kostenlos. Bei stark besuchten Fällen wie Seljalandsfoss und Skógafoss fällt jedoch eine Parkgebühr von meist 700 bis 1.000 isländischen Kronen an, also etwa 5 bis 7 Euro. Die Wege und Aussichtsplattformen kosten nichts extra.

Wie viele Wasserfälle gibt es in Island?

Island hat schätzungsweise über 10.000 Wasserfälle, von denen ein großer Teil keinen Namen trägt. Die genaue Zahl lässt sich nicht bestimmen, weil viele nur saisonal bei Schneeschmelze existieren. Rund 20 bis 30 Fälle gelten als touristisch bekannt und regelmäßig besucht.

Fazit

Die schönsten Wasserfälle Islands reichen vom leicht erreichbaren Gullfoss bis zum abgelegenen Dynjandi und decken jede Vorliebe ab – Höhe, Wassermenge oder Fotomotiv. Wer die Ringstraße mit dem Wohnmobil fährt, nimmt die meisten fast nebenbei mit. Stelle dir aus dieser Liste deine Favoriten zusammen und beginne mit der Planung deiner 7-tägigen Island-Rundreise, um sie alle in eine sinnvolle Route zu bringen.