Island schönste Orte: 12 Ziele und wie du hinkommst

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Zu den schönsten Orten auf Island zählen der Wasserfall Gullfoss, die Gletscherlagune Jökulsárlón, der schwarze Strand Reynisfjara, der Nationalpark Þingvellir und das Geothermalgebiet Geysir. Diese Ziele liegen größtenteils an der Ringstraße und lassen sich in einer Rundreise verbinden. Wer Süd- und Nordisland kombiniert, sieht Wasserfälle, Gletscher, Vulkane und Küsten in einer Tour.

Island ist übervoll an Sehenswürdigkeiten – und genau das ist das Problem. Viele Reisende verzetteln sich, weil sie zu viel in zu wenig Zeit pressen. Dieser Artikel sortiert die schönsten Orte nach Region, nennt zu jedem die Anfahrt und den Zeitbedarf und zeigt, welche Ziele sich sinnvoll verbinden lassen.

Was sind die schönsten Orte auf Island?

Die schönsten Orte auf Island verteilen sich auf vier Regionen: den Süden mit Wasserfällen und Gletschern, den Westen mit Þingvellir und Snæfellsnes, den Norden rund um Akureyri und den Osten mit den Fjorden. Der Süden ist am dichtesten mit Höhepunkten bestückt und daher der beliebteste Einstieg.

Island (isländisch Ísland) ist eine Vulkaninsel im Nordatlantik mit rund 103.000 Quadratkilometern Fläche und etwa 390.000 Einwohnern (Stand 2023, laut Wikipedia). Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen im Umkreis der Ringstraße, die die Insel auf rund 1.330 Kilometern umrundet.

Der Golden Circle: Einstieg für den ersten Tag

Der Golden Circle ist eine Tagesroute östlich von Reykjavík mit drei Höhepunkten: dem Nationalpark Þingvellir, dem Geothermalgebiet Geysir und dem Wasserfall Gullfoss. Die gesamte Runde umfasst etwa 250 Kilometer und ist an einem Tag mit dem Mietwagen machbar.

Þingvellir ist ein UNESCO-Welterbe und der Ort, an dem sich die eurasische und die nordamerikanische Kontinentalplatte auseinanderziehen. Der Geysir Strokkur schießt alle fünf bis zehn Minuten eine Fontäne bis zu 20 Meter hoch. Gullfoss stürzt in zwei Stufen rund 32 Meter in eine Schlucht.

Der Süden: Wasserfälle, schwarze Strände und Gletscher

Die Südküste zwischen Reykjavík und Höfn ist die Region mit der höchsten Dichte an Sehenswürdigkeiten. Hier liegen die Wasserfälle Seljalandsfoss und Skógafoss, der schwarze Strand Reynisfjara bei Vík und die Gletscherlagune Jökulsárlón.

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Seljalandsfoss lässt sich hinter dem Wasservorhang umrunden – festes Schuhwerk und Regenjacke sind Pflicht. Skógafoss ist 60 Meter hoch und 25 Meter breit. Eine Übersicht der lohnendsten Kaskaden findest du in unserem Beitrag zu den schönste Wasserfälle Island.

Jökulsárlón ist eine Gletscherlagune, in der Eisberge vom Gletscher Breiðamerkurjökull treiben. Direkt daneben liegt der Diamond Beach, wo gestrandete Eisbrocken auf schwarzem Sand glitzern. Die Lagune liegt rund 380 Kilometer von Reykjavík entfernt und ist ein Tagesausflug oder ein Übernachtungsstopp wert.

Welche schönen Orte gibt es im Norden Islands?

Der Norden Islands bietet den Wasserfall Goðafoss, den See Mývatn mit seinen Vulkankratern, das Geothermalbecken der Mývatn Nature Baths und die Stadt Akureyri als regionales Zentrum. Húsavík gilt als bester Ort für Walbeobachtung.

Goðafoss, der “Wasserfall der Götter”, liegt an der Ringstraße zwischen Akureyri und Mývatn und ist rund zwölf Meter hoch. Der See Mývatn ist von Pseudokratern und Lavaformationen umgeben und ein Zentrum für Vogelbeobachtung.

Akureyri ist mit rund 19.000 Einwohnern die größte Stadt Nordislands und ein guter Ausgangspunkt für die Region – Details im Beitrag zu Akureyri auf Island. Von Húsavík aus starten die meisten Walbeobachtungstouren; wo das am besten funktioniert, klärt unser Beitrag zum Whale Watching auf Island.

Snæfellsnes: Island im Kleinen

Die Halbinsel Snæfellsnes westlich von Reykjavík wird oft “Island in Miniatur” genannt, weil sie Gletscher, Lavafelder, Strände und den fotogenen Berg Kirkjufell auf engem Raum vereint. Der Kirkjufell bei Grundarfjörður ist einer der meistfotografierten Berge des Landes.

Die Halbinsel eignet sich als Tagestour ab Reykjavík oder als Etappe einer größeren Runde. Der Gletscher Snæfellsjökull krönt einen 700.000 Jahre alten Stratovulkan.

Die schönsten Orte Islands im Überblick

Diese Tabelle vergleicht zwölf Ziele nach Region, Entfernung von Reykjavík und empfohlenem Zeitbedarf. Die Kilometerangaben sind Richtwerte für die Anfahrt über die Ringstraße.

Ort Region Entfernung ab Reykjavík Zeitbedarf
Þingvellir Südwest ca. 45 km 1–2 Std.
Geysir Südwest ca. 100 km 1 Std.
Gullfoss Südwest ca. 115 km 1 Std.
Seljalandsfoss Süd ca. 120 km 45 Min.
Skógafoss Süd ca. 150 km 45 Min.
Reynisfjara Süd ca. 180 km 1 Std.
Jökulsárlón Südost ca. 380 km 2 Std.
Kirkjufell West ca. 180 km 1 Std.
Goðafoss Nord ca. 390 km 45 Min.
Mývatn Nord ca. 480 km halber Tag
Akureyri Nord ca. 390 km halber Tag
Húsavík Nord ca. 470 km halber Tag

Wie plane ich eine Route zu den schönsten Orten?

Am effizientesten verbindest du die schönsten Orte Islands über die Ringstraße im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn. Für den Süden reichen drei bis vier Tage, für die komplette Inselumrundung solltest du sieben bis zehn Tage einplanen.

Wer wenig Zeit hat, kombiniert Golden Circle und Südküste bis Jökulsárlón. Eine konkrete Etappenplanung findest du in unserem Leitfaden zur Island Rundreise in 7 Tagen planen. Für die Fahrzeugwahl und Straßenkategorien hilft der Beitrag zu Ringstraße und Mietwagen.

Die sogenannten F-Straßen im Hochland sind nur mit Allradfahrzeug befahrbar und meist erst ab Ende Juni geöffnet. Aktuelle Straßenzustände veröffentlicht die isländische Straßenverwaltung auf road.is.

Wann ist die beste Reisezeit für Islands Höhepunkte?

Die beste Reisezeit hängt vom Ziel ab: Von Juni bis August sind alle Straßen offen und die Tage lang, von September bis März stehen die Chancen auf Nordlichter gut. Der September verbindet mildere Preise mit noch offenen Straßen.

Im Sommer profitierst du von der Mitternachtssonne und geöffneten Hochlandpisten. Im Winter sind Küstenstraßen befahrbar, das Hochland aber gesperrt. Details zu Wetter und Aktivitäten im Herbst findest du im Beitrag zu Island im September sowie zum Wetter im September.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welcher ist der schönste Ort auf Island?

Das lässt sich nicht objektiv beantworten, doch die Gletscherlagune Jökulsárlón wird von vielen Reisenden am häufigsten genannt. Dort treiben Eisberge vom Gletscher Breiðamerkurjökull, und der benachbarte Diamond Beach zeigt gestrandete Eisbrocken auf schwarzem Sand. Auch der Wasserfall Gullfoss und der Berg Kirkjufell auf Snæfellsnes stehen regelmäßig ganz oben.

Wie viele Tage braucht man für die schönsten Orte Islands?

Für den Süden inklusive Golden Circle und Jökulsárlón reichen drei bis vier Tage. Wer die gesamte Ringstraße mit Nord- und Ostisland fahren möchte, sollte sieben bis zehn Tage einplanen. Bei nur zwei Tagen konzentrierst du dich am besten auf den Golden Circle und die nahe Südküste bis Vík.

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Sind die schönsten Orte Islands kostenlos zugänglich?

Die meisten Naturhighlights wie Gullfoss, Seljalandsfoss und Reynisfjara sind kostenfrei. An manchen Zielen fallen Parkgebühren an, etwa in Þingvellir. Kostenpflichtig sind geothermale Bäder wie die Blaue Lagune; ob sich der Besuch lohnt, klärt unser Beitrag zur Blauen Lagune.

Kann man die schönsten Orte mit dem Wohnmobil erreichen?

Ja, die Ringstraße und die meisten Zufahrten zu Sehenswürdigkeiten sind mit dem Wohnmobil gut befahrbar. Für das Hochland brauchst du jedoch ein Allradfahrzeug. Erfahrungen und praktische Hinweise findest du im Beitrag zu Island mit dem Wohnmobil.

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Fazit

Die schönsten Orte auf Island lassen sich mit einer klaren Route entlang der Ringstraße effizient verbinden. Der Süden bietet die höchste Dichte an Höhepunkten, der Norden punktet mit Mývatn und Walbeobachtung, der Westen mit Snæfellsnes. Wer nach Zielgruppe und Zeitbudget plant statt nach Bucket-List, sieht mehr und hetzt weniger.

Leg jetzt deine Route fest: Wähle zwei bis drei Regionen, ordne die Ziele nach Fahrtstrecke und plane pro Tag genug Puffer für spontane Stopps ein. Starte mit unserem Leitfaden zur 7-Tage-Rundreise und passe die Etappen an deine Reisezeit an.